Historie

Der Christliche Entwicklungsdienst, kurz CED genannt, wurde am 13.9.1992 von der Tropenärztin Dr. med. Susanne Pechel gegründet. Das erste Projekt des CED war die Klinik in El Limón, im Regenwald der Dominikanischen Republik in einer unterversorgten medizinischen Region. Die Bergbauern nannten die Klinik „den kleinen blauen Himmel“, da ihnen hier medizinische Hilfe zuteil wurde, für die sie zutiefst dankbar waren. Weitere Kliniken folgten. Weiter ging das Engagement des CED im Gründungsjahr 1992 in Kalkutta, wo Mutter Teresa, Susanne Pechel die im Sterbehaus arbeitete, zu den Kleinen Schwestern der Armen schickte und meinte, dass diese ihre Hilfe mit dem CED beim Wiederaufbau eines Armenhauses sehr dringend benötigen würden. So baute der CED gemeinsam mit den Schwestern in Kalkutta, ein Armenhaus für rund 120 Obdachlose, dass vielen armen und älteren Menschen von den Straßen Kalkuttas bis heute ein sicheres Zuhause und eine Zuflucht ist. Weitere Hilfsprojekte in Afrika folgten und so wuchs die Hilfeleistung des CED, sowie die Zahl der Spender und Helfer über die Jahre beständig an. Mehr als dreißig Jahre durfte der CED im Schoß der ehemaligen Kapuzinerpfarrei St. Joseph in München-Schwabing aufwachsen und konnte von dort aus seine weltweite Hilfe ausüben. Im Jahr 2005 wurde der CED in eine gemeinnützige Stiftung mit Hauptsitz in München überführt. Die Stiftung wurde durch die Regierung von Oberbayern als gemeinnützige Stiftung des Bürgerlichen Rechts gemäß §§ 80, 81 des Bürgerlichen Gesetzbuches anerkannt. Heute zählt der CED deutschlandweit rund 2.000 aktive Förderer und 200 ehrenamtliche Helfer, die durch private Spenden und Hilfsaktionen humanitäre Hilfe in den Projekten in Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa ermöglichen.

In den vergangenen drei Jahrzehnten konnten durch die Arbeit des Christlichen Entwicklungsdienstes (CED) mehr als 7.500 Schul- und Ausbildungsplätze für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene aus benachteiligten Stadtteilen und Armutsgebieten geschaffen werden. Zudem wurde die basismedizinische Versorgung für rund eine halbe Million Menschen in medizinisch unterversorgten Regionen unterstützt, etwa zwei Millionen Armenspeisungen ermöglicht sowie über 20 Bauprojekte für Obdachlose, Waisenkinder und besonders bedürftige Menschen realisiert. Alle Hilfsprojekte des CED werden ausschließlich von einheimischen Fachkräften oder erfahrenen Entwicklungshelferinnen und -helfern betreut, die seit vielen Jahren vor Ort leben und dadurch auf stabile, gewachsene Strukturen im jeweiligen Land zurückgreifen können. Die vom CED unterstützten Maßnahmen leisten einen konkreten Beitrag zur Verbesserung der Lebensumstände von jährlich rund einer halben Million Menschen, unabhängig von Religion, ethnischer Herkunft oder Geschlecht. Im Zentrum aller Aktivitäten steht der Einsatz für mehr Gerechtigkeit und Schutz für die Schwächsten in der Gesellschaft – insbesondere in den ärmsten Ländern der Welt. Das übergeordnete Ziel bleibt dabei stets die Hilfe zur Selbsthilfe.