
Die Zahl der Kinder und Jugendlichen weltweit, die nicht in die Schule gehen, ist im Jahr 2024 das siebte Jahr in Folge gestiegen. Daten aus dem Weltbildungsbericht der UNESCO belegen, dass im Jahr 2024 weltweit rund 273 Millionen Kinder und Jugendliche keine Schule besuchte. Nur zwei von drei Jugendlichen sollen laut Bericht einen Sekundarschul-Abschluss erreichen. Dies soll die Folge von zu geringen finanziellen Mitteln und insbesondere in afrikanischen Ländern südlich der Sahara sein, so die Experten. Die Hauptursachen sind Armut, Kriege und systematische Benachteiligung von Personengruppen. In vielen ärmeren Regionen verhindern Schulgebühren, Kosten für Lehrmaterialien und oft auch der Zwang zur Kinderarbeit, um zum Überleben der Familie beizutragen, den Schulbesuch. Besonders betroffen sind Mädchen, die im Vergleich zu Jungen, weltweit nach wie vor die schlechteren Bildungschancen haben.
Aus Geholfenen werden Helfende
Seit mehr als 30 Jahren unterstützt der CED durch Schul- und Bildungsförderungen die Ausbildung von Kindern und Jugendlichen aus sozialbenachteiligten Verhältnissen. Durch die Schulförderungen hatten viele Mädchen, die Chance einen Sekundarschulabschluss zu absolvieren und einen Beruf zu erlernen. Ehemalige CED-Schülerinnen arbeiten heute in unterschiedlichen Berufen, wie zum Beispiel als Lehrerin, Krankenschwester, Journalistin, Ärztin, Anwältin, Polizistin, Verwaltungsbeamtin, Sozialarbeiterin oder sind auch Ordensschwestern geworden. Viele dieser heute erwachsenen Frauen übernehmen verantwortungsvolle Aufgaben in Schule, Gemeinde und Sozialarbeit. Sie leiten Bildungs- oder Hilfsprojekte, unterrichten selbst oder engagieren sich in der Betreuung junger Mädchen aus benachteiligten Familien. Mit ihrem Wissen, ihrer Erfahrung und ihrem Vorbild prägen sie nicht nur das schulische Umfeld, sondern auch das soziale Gefüge in der Region. Aus Schülerinnen wurden Wegbereiterinnen. Ihr Lebensweg steht für die Kraft der Bildung – und dafür, wie gezielte Förderung nicht nur einzelne Schicksale verändert, sondern eine nachhaltige Bewegung hin zu Verantwortung, Gemeinschaft und gesellschaftlichem Wandel auslösen kann. Die beeindruckende Arbeit der CED-Schülerinnen zeigt, wie sich dieser Kreislauf des Gebens und der Verantwortung über Generationen hinweg fortsetzt und so die Grundlagen für eine bessere Welt gelegt werden.




