„Faraja“ Palliativversorgung

Erstes ambulantes Palliativversorgungszentrum in Singida

Ein weiterer wichtiger tansanischer Projektpartner des CED sind die Medical Missionaries of Mary, die in der zentralen Provinz Singida in ihrem HIV-/ AIDS-Zentrum „Faraja“ eine ambulante palliativmedizinische Versorgung und Hospizhilfe anbieten. Neben AIDS-Patienten werden auch Krebspatienten im letzten Stadium ihrer Erkrankung behandelt. Die katholischen Schwestern, die studierte Ärztinnen, Pharmazeutinnen, Psychologinnen oder Krankenschwestern sind, engagieren sich seit vielen Jahren in der palliativmedizinischen Versorgung und setzen sich zudem für die Aufklärungsarbeit und Früherkennung von HIV/ AIDS ein. Im Rahmen von Hausbesuchen versorgen die Schwestern mit ihren Palliativ-Mitarbeitern derzeit rund 250 Patienten und begleiten Sterbende auf ihrem letzten Weg.

Hoffnung für schwer Erkrankte und Sterbende in medizinisch unterversorgter Region

Besonders Schmerzmittel wie Morphin, die für eine Palliativversorgung wichtig sein können, sind in staatlichen Einrichtungen oft entweder nicht verfügbar oder für viele Patienten schlichtweg unerschwinglich. Viele Kranke im Endstadium ihrer Krankheit, die in den abgelegenen Landregionen leben, sterben daher oft qualvoll und unter starken Schmerzen. Hier helfen CED-Spenden bei der Finanzierung von Medikamenten und medizinischen Hilfsmitteln sowie Pflegematerialien zur Versorgung der Kranken. Dadurch wird den Patienten und ihren Angehörigen viel Leid erspart und sie können den letzten Weg in Frieden und Würde gehen.

Mit 80 Jahren noch top fit unterwegs und für andere da

Mehr als die Hälfte ihres Lebens hat die Leiterin der „Faraja“-Palliativversorgung Dr. med. Sr. Marian Scena, MMM nun in Tansania verbracht, um hier eine basismedizinische Versorgung für Menschen in Not  mit aufzubauen. Vielerorts ist es ihr gelungen. Der CED arbeitet seit nahezu 30 Jahren im medizinischen Sektor aufgrund ihrer kompetenten und sehr Menschen zugewandten Arbeit, mit ihr zusammen. Das ambulante Palliativprogramm in „Faraja“ startete sie zusammen mit dem CED im Jahr 2012 in der Provinz SIngida und es ist seither stetig gewachsen. Insgesamt 43 Palliativhelfer hat sie bislang in der Region ausgebildet, die mit ihr und vier Krankenschwestern rund 250 Schwerkranke und Sterbende auf ihrem letzten Weg ambulant begleiten. Sr. Marian selbst besucht täglich mehrere Patienten, schaut nach ihnen, untersucht sie, überprüft die Medikationen und spricht mit ihren Familien. Mit ihren 80 Jahren ist sie noch immer „top fit“ und unermüdlich für die Armen und Kranken in Tansania tätig. Der CED unterstützt sie dabei die Palliativhilfe in der Region nachhaltig zu etablieren

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