Auf den Straßen Tansanias kämpfen verwaiste, verstoßene und vernachlässigte Kinder um ihr Überleben. Sie sind gezwungen zu betteln, zu arbeiten, zu stehlen oder Teil anderer krimineller Machenschaften zu werden. Oft haben sie selbst Gewalt psychischer, physischer oder sexueller Art erfahren und kämpfen mit einem Trauma, viele der Kinder sind krank und mit HIV infiziert. Durch AIDS/HIV werden ganze Familien zerstört. Durch die schwere Erkrankung oder Tod der Eltern bleiben oft die Kleinsten auf sich allein gestellt auf der Straße zurück, ohne Perspektive und ohne Existenzgrundlage. Das Aufwachsen ohne Eltern oder in einer zerrütteten Umgebung hat in vielen Fällen auch gravierende Auswirkungen auf die geistige und körperliche Entwicklung der Kinder. Ausgrenzung, Gewalt und Diskriminierung sind die einzige Antwort, die die Straßen Tansanias für diese Kinder haben.
Um dieser Not Abhilfe zu schaffen, wurde in Kisongo, einem Vorort von Arusha im Nordosten von Tansania das Kanaan-Kinderzentrum eingerichtet. Hier finden die verwaisten oder vernachlässigten Kinder ein Zuhause in einer sicheren Umgebung. Rund 50 Kinder können im Kinderzentrum liebevoll betreut werden. Zur Betreuung gehören Fürsorge, warme Mahlzeiten, Kleidung, ein eigenes Bett, medizinische Versorgung und psychologische Begleitung. Der CED finanziert seit 2012 die Versorgung und Betreuung der Kinder im Kanaan-Kinderzentrum.