Piali-Schule in Kalkutta

Bildung und Hoffnung für Mädchen aus Piali

Die Ashar Alo-Schule liegt in Piali, im Großraum von Kalkutta, in einer der ärmsten Regionen Westbengalens (Indien). Besonders für Mädchen sind die Hürden für eine Schulausbildung hoch: Gesellschaftliche Normen und Armut zwingen sie oft, die Schule wegen Arbeit oder familiären Verpflichtungen zu verlassen. Viele Mädchen müssen bereits im Kindesalter zum Lebensunterhalt ihrer Familie beitragen, während Jungen im Allgemeinen eher die Chance erhalten, die Schule zu besuchen. Für Mädchen aus den ärmeren Regionen ist eine Schulausbildung häufig ein Luxus, der ihnen nicht gewährt wird. Um für die Mädchen in Piali Perspektiven zu schaffen, gründeten Anup und Mojca Gayen 2008 die Ashar Alo-Schule. „Ashar Alo“ bedeutet „Licht der Hoffnung“, denn ein solches Licht soll über den Schülerinnen leuchten. Die Kinder leiden am meisten unter den widrigen Lebensbedingungen, die von großer Armut, Hunger und Krankheit, teilweise auch von Kriminalität und Gewalt geprägt sind. Unter diesen Umständen ist, trotz Schulpflicht, ein regelmäßiger Schulbesuch oft nicht möglich. Viele Mädchen müssen als Tagelöhner arbeiten gehen, um das Überleben ihrer Familien zu sichern oder werden früh verheiratet. Die Mädchen haben einen großen Wunsch nach Bildung. Inzwischen werden rund 200 Mädchen, aus den ärmsten Verhältnissen an der Ashar Alo-Schule gefördert und ausgebildet.

Der CED ermöglicht Schulplätze und eröffnet Perspektiven

CED-Spenden ermöglichten in den Jahren 2013/14 den kompletten Aufbau des Schulgebäudes auf dem 1.430 m² großen Grundstück. Die Anzahl der Schüler konnte so auf über 200 gesteigert werden. Rund 50 Schülerinnen werden jedes Schuljahr durch den CED mit einem Schulplatz, Schulmaterialien und Verpflegung unterstützt. Einzelne Schülerinnen unterstützt und begleitet der CED auf ihrem weiteren Ausbildungsweg an weiterführenden Schulen und Ausbildungsstätten. Zudem konnten durch den CED im Jahr 2023 Baumaßnahmen für weitere Räumlichkeiten in der Schule finanziert werden und der Anbau eines Obst- und Gemüsegartens auf dem Schuldach zur Selbstversorgung und Schulungszwecken der Schüler eingerichtet werden. Aufgrund des großen Bedarfs an Schulplätzen benötigen jedoch auch weiterhin noch viele Mädchen aus dem Umfeld von Piali einen Schulplatz.

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