Die Ashar Alo-Schule liegt in Piali, im Großraum von Kalkutta, in einer der ärmsten Regionen Westbengalens (Indien). Besonders für Mädchen sind die Hürden für eine Schulausbildung hoch: Gesellschaftliche Normen und Armut zwingen sie oft, die Schule wegen Arbeit oder familiären Verpflichtungen zu verlassen. Viele Mädchen müssen bereits im Kindesalter zum Lebensunterhalt ihrer Familie beitragen, während Jungen im Allgemeinen eher die Chance erhalten, die Schule zu besuchen. Für Mädchen aus den ärmeren Regionen ist eine Schulausbildung häufig ein Luxus, der ihnen nicht gewährt wird. Um für die Mädchen in Piali Perspektiven zu schaffen, gründeten Anup und Mojca Gayen 2008 die Ashar Alo-Schule. „Ashar Alo“ bedeutet „Licht der Hoffnung“, denn ein solches Licht soll über den Schülerinnen leuchten. Die Kinder leiden am meisten unter den widrigen Lebensbedingungen, die von großer Armut, Hunger und Krankheit, teilweise auch von Kriminalität und Gewalt geprägt sind. Unter diesen Umständen ist, trotz Schulpflicht, ein regelmäßiger Schulbesuch oft nicht möglich. Viele Mädchen müssen als Tagelöhner arbeiten gehen, um das Überleben ihrer Familien zu sichern oder werden früh verheiratet. Die Mädchen haben einen großen Wunsch nach Bildung. Inzwischen werden rund 200 Mädchen, aus den ärmsten Verhältnissen an der Ashar Alo-Schule gefördert und ausgebildet.