Ein neues Zuhause für Sophia

Ein Besuch im Kinderzentrum von Kisongo

Fröhlich tollt Sophia, 4 Jahre, über den großen Spielplatz des Canaan Children´s Centre. Eine Unbeschwertheit, die sie zu Hause nicht erleben durfte. Ihre alleinerziehende Mutter verdient den Lebensunterhalt der Familie als Prostituierte. Kamen Freier ins Haus, musste sich das Mädchen unter dem Bett verstecken; denn die meisten Häuser in den Dörfern Tansanias bestehen nur aus einem Raum – fehlende Privatsphäre, die für Sophia zu einem traumatischen Erlebnis wurde. Im Canaan Children´s Centre in der Nähe von Kisongo hat sie ein neues Zuhause gefunden, in der sie diese belastenden Eindrücke verarbeiten und vor allem einfach Kind sein kann. Hier darf sie unter der Obhut des Ehepaars Caritas und Dr. Alex Lengeju Geborgenheit und liebevolle Nähe erfahren und wird auch medizinisch sorgfältig betreut - denn Sophia ist wie ihre Mutter HIV-positiv.

Lachen, Lernen, Leben – Zukunftsperspektiven für 35 Kinder


Die Kinder aus schwierigen familiären Verhältnissen, die schon von klein auf mit bitterer Armut und Existenzängsten konfrontiert sind, bekommen im Zentrum nicht nur Kleidung, ein eigenes Bett, warme Mahlzeiten und medizinische Versorgung, sondern zusätzlich etwas sehr Wichtiges für ihre persönliche Entwicklung: Bildung. Die Lehrerin Naishiye schafft schon für die Vorschulkinder eine anregende Lernumgebung, in der sie zum ersten Mal mit Zahlen und Buchstaben in Berührung kommen. In eigens eingerichteten Lernecken zu verschiedenen Themen können sie ihre Talente und Vorlieben entdecken. So können sie eigene Zukunftsträume entwickeln, die dank der Förderung durch den CED wahr werden können.
Damit auch die älteren Kinder noch mehr gefördert werden können, ist eine Erweiterung um ein Spiel- und Lerncenter für die „Großen“ geplant. Hierfür soll das bereits bestehende Gebäude einer ehemaligen Krankenstation renoviert und umgebaut werden.

Schritt für Schritt auf dem Weg zur Eigenständigkeit

Der warmherzigen Art und strahlenden Überzeugungskraft der Heimeltern ist es zu verdanken, dass das Children´s Centre von Besuchern von nah und fern Unterstützung, oft in Form von Sachspenden, erhält. Die Pläne für die nächsten Jahre sind groß: Dr. Alex und Caritas Lengeju wollen Schafe und Hühner auf dem Areal des Heimes halten, mit deren Ertrag sie dem Zentrum ein wirtschaftliches Einkommen ermöglichen. Zudem soll langfristig eine Bäckerei entstehen, dessen Brot an die Einrichtungen der Gemeinde verkauft wird.
Einen Schritt in Richtung Eigenständigkeit haben sie bereits mit dem Anlegen eines „Slow Food Garden“ geschafft, in dem sie eine Vielzahl verschiedener Obst- und Gemüsesorten anbauen. Was nicht für die Versorgung der Kinder benötigt wird, kann auf dem Markt verkauft werden.
Mit großem persönlichem Engagement treiben die Heimeltern so ihren Traum von der wirtschaftlichen Unabhängigkeit des Zentrums voran. Dass bis dahin die laufenden Kosten gedeckt werden können, dafür tragen der CED und vor allem Ihre Spenden Sorge.

Denn nur durch Ihre Unterstützung können die Kinder vom Canaan Centre jetzt schon eine weitgehend unbeschwerte Kindheit genießen und trotz ihrer schweren Schicksale mutig in die Zukunft blicken.
Danke für Ihre Spende!

Vielstimmiges Kinderlachen im Kinderzentrum von Kisongo

Mai 2015: Unterstützung für das 'Canaan Children Center' wird dringend benötigt!

Das Leben des heute 8-jährigen Bright begann unter fast aussichtslosen Bedingungen – seine Familie ist schwer von HIV/AIDS betroffen. Der Vater starb an AIDS, als Bright noch ein Kleinkind war. Seine Mutter, eines seiner vier Geschwister und er selbst sind mit HIV infiziert. Aufgrund ihrer eigenen schweren Erkrankung ist die Mutter mit der Versorgung der Kinder völlig überfordert – vor allem Bright braucht eine sorgfältige Behandlung und regelmäßige Überwachung seiner Blutwerte. Seine Mutter war daher froh, als er einen Platz im 'Canaan Children Center' bekam. Bright war eines der ersten Kinder, die 2013 ins neu eröffnete Kinderzentrum einzogen.

Im Children Center erhalten die Kinder, was viele von ihnen nie erfahren haben: Geborgenheit, Zuneigung und Förderung

Hier finden Kinder, Aids-Waisen und HIV-positive Kinder aus schwierigen und ärmsten Verhältnissen ein neues Zuhause und eine liebevolle Betreuung. Hier können sie Kind sein mit allem was dazu gehört: Lachen, Spielen und Lernen. Viele Menschen kümmern sich mit großem Engagement um das Wohl der inzwischen 35 Kinder. Die Heimleitung, Dr. Alex und Caritas Lengeju, setzen sich mit Liebe und Sachverstand dafür ein, dass die Kinder optimal betreut werden und das Zentrum sich nach und nach selber finanzieren kann.

Für die umfassende Betreuung der Kinder wird dringend Unterstützung benötigt

Nachdem der CED die Fertigstellung der Bauarbeiten 2012 unterstützt hat, kann das Zentrum nach zwei Jahren bereits einen kleinen Teil der laufenden Kosten selber tragen. Für den Großteil kommt jedoch derzeit noch der CED auf – hier hilft Ihre Spende,  Kindern, die ein solch schweres Schicksal tragen, Liebe, Geborgenheit und ein Stück Kindheit zu schenken.

Bright kann wieder Kind sein: Lachen, Spielen, Lernen

Bright besucht inzwischen die 1. Klasse der nahe gelegenen Yakini School und kann sich nachmittags und am Wochenende mit seinen Freunden auf dem schönen Spielplatz des Canaan Centers austoben oder beim Wässern des Hausgartens mithelfen.

Bitte helfen Sie mit, die Betreuung der Kinder abzusichern! Danke für Ihre Spende!

Kinder in Not benötigen Ihre Unterstützung!

Oktober 2014: ... für Schulplätze, Ernährungsprogramme und medizinische Hilfe

Es sind Kinder, die mit wenig Perspektiven ins Leben starten – die „Most Vulnerable Children“, genannt MVC. Viele von ihnen haben ihre Eltern durch HIV/AIDS verloren, oder diese sind zu krank, um sich um sie zu kümmern und ihre Familie zu ernähren; geschweige denn eine Ausbildung zu ermöglichen. Andere der Kinder sind selber krank, behindert oder vernachlässigt. Sie benötigen dringend unsere Unterstützung, um eine Zukunftsperspektive zu haben!

Ein Besuch in Tansania hinterlässt immer zwei bleibende Eindrücke: Einmal die Dankbarkeit und Herzlichkeit der Menschen, aber auch die Notwendigkeit, noch mehr zu tun, an Orten, die sonst wenig Unterstützung erhalten.

Im HIV/AIDS- Zentrum Faraja finden nicht nur Kranke, sondern auch die Angehörigen Zuspruch und Hilfe

Die Kinder und Jugendlichen, die vom CED durch das HIV/AIDS-Zentrum in Faraja (Singida), für ihre Schulausbildung unterstützt werden, sind dankbar für die Möglichkeiten, die ihnen dadurch erwachsen. Ihre Großmütter – meist sind sie die Betreuer ihrer  verwaisten Enkel – drücken ihre tiefe Verbundenheit aus darüber, dass sie in ihrer schweren Aufgabe nicht alleine gelassen sind: Neben ihrer Trauer um die eigenen Kinder und trotz großer Armut müssen sie oft eine Vielzahl von Enkeln versorgen. Wir möchten noch mehr Aidswaisen einen Schulplatz ermöglichen – Bitte helfen Sie uns dabei!

Behinderte und schwerkranke Kinder sind die Schwächsten der Gesellschaft

In Familien, die in großer Armut verstreut in ländlichen Regionen wohnen – weitab von medizinischer Versorgung und in einer Gegend geprägt von kargen Landschaften mit regelmäßigen Dürren, befinden sich Kinder oft in äußerst prekären Situationen. Wenn neben Mangel- und Unterernährung auch noch eine schwere Verletzung, Krankheit oder Behinderung dazu kommt, sind die meisten Familien überfordert. Der CED möchte mit seiner Kinderhilfe zur besseren Ernährungssituation der Kinder beitragen, seine medizinische Hilfe ausweiten und Behinderten- bzw. REHA-Zentren für Kinder unterstützen. Auch Baumaßnahmen, wie z.B. der Bau eines Internats für Massai-Schülerinnen, deren Familien als Nomaden weit weg von den Schulen wohnen, ist notwendig.

Diese umfangreiche Hilfe wird nur gemeinsam mit Ihnen möglich sein – BITTE HELFEN SIE DURCH IHRE SPENDE!

Gute Bildung für Waisenkinder

Mai 2014: Eine Sekundarschule für das „Living Water Children Centre“

Im Kinderzentrum Canaan Children Center, das 2013 auch mit Hilfe des CED fertig gestellt worden war, haben sich inzwischen 20 Kinder gut eingewöhnt und ein geborgenes Zuhause gefunden. Dreizehn der zur Hälfte HIV-positiven Kinder wurden bereits eingeschult und besuchen die nur wenige Fahrminuten entfernte Yakini School. Diese ist die Grundschule des Living Water Children Centers, ein Waisenhaus am Stadtrand des ca. 20 Kilometer entfernten Arusha. Sorge macht dort derzeit die mangelnde Sekundarbildung, die die Kinder nach der Grundschule erwartet. Der Bau einer weiterführenden Schule wurde deshalb beschlossen, das Gelände steht bereit und der Bau wird in Kürze beginnen.

Das Living Water Children Center – ein privates Waisenhaus, geführt als Familie


Das Living Water Children Center wurde von der Familie Kimaro gegründet, die es bis heute führt und vergrößert hat. Als das Ehepaar Anza Amen und Dora Kimaro 2003 einen sechsjährigen Straßenjungen kennenlernte, waren sie von seiner Geschichte – stellvertretend für über eine Million ähnlicher Lebensgeschichten – so berührt, dass sie nach und nach Kinder in ihre Familie aufnahmen, deren Eltern gestorben waren oder sich nicht kümmern konnten. Heute leben 70 Kinder im Living Water Children Center, 300 Kinder besuchen die dazugehörige Grundschule Yakini School.

Eine Sekundarschule ist dringend notwendig – die staatlichen Schulen sind überfüllt und können keine gute Bildung bieten

Da nun für immer mehr Kinder die Notwendigkeit einer guten weiterführenden Schulausbildung besteht, die staatlichen Schulen aber überfüllt sind und keine gute Bildung bieten können, wurde der Bau einer Secondary School mit zehn Klassenräumen und Schlafsälen auf einem Gelände nahe der Grundschule beschlossen. Da sich das Projekt nur durch Privatspenden finanziert, geht das erfolgreiche gemeinschaftliche Engagement verschiedener Projektpartner nach dem Bau des Canaan Children Center in Kisongo weiter.  Der Grund konnte bereits erworben werden; der Bau wird in Kürze beginnen. Die Zusammenarbeit der beiden Einrichtungen für gefährdete Kinder kann damit noch ausgebaut werden, Expertise und Synergien können immer besser gemeinsam genutzt werden.

Der CED unterstützt die Projektpartner vor Ort und in Deutschland Partnerschaft für Afrika e.V. zunächst mit der Finanzierung von Mobiliar und Schulmaterial.

Den Kindern beider Waisenhäuser kann dank hochwertiger Schulbildung eine gute, selbstbestimmte und unabhängige Zukunft ermöglicht werden - DANKE FÜR IHRE UNTERSTÜTZUNG!

Ein neues Zuhause

Mai 2013: Der Bau ist fertiggestellt - die ersten Kinder im Canaan Children Center, Kisongo

Seit Februar leben nun die ersten Kinder im Kinderzentrum Kisongo, das in den nächsten Jahren ihr Zuhause sein wird und ihnen Liebe, Geborgenheit und Zukunft schenken soll. Der CED hat die Fertigstellung der Gebäude mitgetragen. Danke an unsere großzügigen Spender!

Die Kinder kommen aus traurigen und schwierigen Lebensverhältnissen; fast die Hälfte ist HIV-positiv

Die zehn Kinder zwischen 3 und 7 Jahren, die nach und nach an ihr neues Zuhause, ihre neuen Gefährten und Familie gewöhnt wurden, stammen alle aus sehr prekären Situationen und Familien; viele von ihnen haben bereits in ihrem jungen Alter Schlimmes erfahren: Tod und Krankheit der Eltern, Missbrauch, Kriminalität und Vernachlässigung. Einige von ihnen tragen das schwere Schicksal AIDS mit sich.

Eine liebevolle und erfahrene Heimleitung

Die Heimleiter Caritas Lengeju und ihr Mann Alex, der für Management und Buchführung verantwortlich ist, haben bereits ein SOS-Kinderdorf geleitet und wissen um die schlimmen Schicksale und das große Bedürfnis der Kinder nach Zuneigung, Schutz und Geborgenheit.

Die Auswahl weiterer Kinder ist im Gange, eine langsame Gewöhnung aller ist aber zunächst wichtig

Das Canaan Children Center ist für 40 Kinder ausgelegt. Doch zuerst muss der "Betrieb" mit den ersten zehn konsolidiert werden, bevor neue aufgenommen werden. Erst wenn eine Gemeinschaft entstanden ist, können auch neue Kinder gut  integriert werden. Für besonders schlimme Notfälle sollen zudem immer einige Plätze zur Verfügung stehen.

Danke für Ihre Unterstützung!

40 Schüler in Singida (Faraja) können ihre Schulbildung fortsetzen

Mai 2013: Das Schuljahr läuft seit Januar, die Schüler berichten gerne über ihre Fortschritte

Im Schuljahr 2013 unterstützt der CED 40 Schüler und Schülerinnen dabei, eine Schule besuchen zu können. Ihre Familien könnten sich die Schulkosten wegen großer Armut  nicht leisten; die meisten der Familien sind schwer von HIV/Aids betroffen. Die älteren Schüler hätten ihre Ausbildung abbrechen müssen, die jüngeren gar nicht erst begonnen...

Ein Kommittee der Organisation "Faraja" entscheidet nach genauer Untersuchung der familiären und finanziellen Verhältnisse, welche Schüler Unterstützung erhalten. Alle unterstützten SchülerInnen kommen aus ärmsten Verhältnissen - sie leben oft bei ihren Großeltern, da ihre Eltern an AIDS erkrankt oder verstorben sind. "Faraja" gibt umfassende Hilfe für HIV/Aids-Kranke und ihre Angehören, und leistet lebenswichtige Aufklärungs- und Präventionsarbeit.

Hilfe zur Selbsthilfe: Die Schüler müssen selber aktiv werden

Die SchülerInnen müssen aber auch Eigeninitiative zeigen: Sie müssen zur Beantragung einen Brief schreiben und zu "Faraja" bringen, sich bei ihrer Schule über den Bedarf an Materialien erkundigen und Erfolg in der Schule vorweisen können. Manche kommen sogar noch nach ihrem langen Schultag vorbei, um von der Schule und von Zuhause zu erzählen.

Ausstattung des Faraja-Zentrums für Schulungen, Treffen und Zusammenkünften

Neben der Finanzierung der Schulplätze half der CED auch bei der Anschaffung von vor Ort gefertigten Tischen für das Zentrum. Für uns unvorstellbar: welche Freude über Schreibtische herrscht, damit es bei Treffen und Schulungen endlich genügend Platz für Materialien und zum Mitschreiben gibt...

HERZLICHEN DANK an alle Unterstützer, die den Kindern durch Ihre Spende eine Zukunft und Hoffnung schenken!

Eröffnung des Kinderzentrums Kisongo: Canaan Children Center

Februar 2013: Einweihung durch den Erzbischof und Einzug der ersten Kinder

Nach Erhalt der offiziellen Betriebslizenz durch die tansanischen Behörden fand im Februar 2013 die Eröffnungsfeier des Kinderzentrums in Kisongo statt. Der Erzbischof von Arusha weihte in einer  fröhlichen und bunten Feier mit 500 Besuchern die neuen Gebäude ein. Auch die Kleinsten und gleichzeitig Wichtigsten feierten mit: zehn Kinder, die als erstes das Heim bezogen. Alle Gemeinden der umliegenden Dörfer hatten Geschenke für das Waisenhaus gesammelt.

Gebäude, Wasserversorgung, Solaranlage und Spielplatz sind fertiggestellt

Bis Januar 2013 war der Innenausbau des Heimes vervollständigt und Erosionsschäden beseitigt worden. Sämtliche Gebäude mit Infrastruktur zur Wasser- und Stromversorgung (Solaranlage) konnten damit fertiggestellt werden. Auch der Kindergarten zur Vorschulbildung ist bereits eingerichtet.

Das Personal ist eingestellt und die Auswahl der ersten Kinder abgeschlossen

Die Heimleitung hat das Ehepaar Dr. Alex und Caritas Lengeju übernommen, die bereits ein SOS-Kinderdorf geleitet haben und somit über gute Erfahrung verfügen. Über die letzte Monate wurden die ersten 10 ausgewählten Kinder immer wieder für einige Stunden in ihr zukünftiges neues Zuhause gebraucht, damit sie sich langsam daran gewöhnen und auch schon einmal gegenseitig anfreunden können. Nach der Fertigstellung und Einweihung sind sie in ihr neues Zuhause gezogen.

Dank vieler CED-Spenden konnte das Kinderzentrum fertiggestellt werden!

Das Kinderzentrum in Kisongo

November 2012: Hilfe für besonders gefährdete Kinder in Arusha, Tansania

Die Region Arusha ist mit seinen zahlreichen Nationalparks – darunter Serengeti - ein beliebtes Reiseziel und Zentrum des Safari-Tourismus in Tansania. Eine der drei geteerten Hauptstraßen Arushas führt durch das von der Hauptstadt nur 14 km entfernte Massai-Dorf Kisongo mit seinen ca. 8.000 Einwohnern. Hier wurde mit Hilfe des CED ein Waisenhaus errichtet, das in Kürze in Betrieb genommen wird.

Über die Hälfte der Tansanier lebt unter der Armutsgrenze. AIDS ist ein Hauptproblem, das unzählige soziale Probleme nach sich zieht

Trotzdem Tansania eines der politisch stabilsten Länder südlich der Sahara ist und der rege Tourismus dem Land eine gute Einnahmequelle ist, leben gut die Hälfte der Tansanier unter der Armutsgrenze. Hinzu kommt HIV/Aids: 10% der Stadt- und 5% der Landbevölkerung sind mit dem Virus infiziert; nach Malaria ist Aids die Haupttodesursache. In der Diözese Arusha werden über 4.000 Patienten betreut, gut 500 Waisenkinder gilt es zu versorgen; die Dunkelziffer ist nur schwer einzuschätzen.

Die ersten Opfer sind die Kinder: Armut, Krankheit, Kriminalität, Verlassensein

Viele Kinder müssen zwischen Armut, Kriminalität und Krankheit Tragisches erfahren: Ihre Eltern sind an Aids gestorben oder können sich aufgrund ihrer Krankheit nicht mehr kümmern, ihre Familien sind durch Gewalt, Mord und Kriminalität zerbrochen, Behinderungen oder Krankheiten bleiben unbehandelt oder sie wurden von ihren Familien verlassen und ausgesetzt.

Das Kinderzentrum in Kisongo: liebevolle Versorgung für die Kleinsten, die ohne Betreuung sind

Gerade für die 3-6-Jährigen ist die Aufnahme in ein Heim, soweit sie nicht von Familienangehörigen aufgenommen werden können, lebensnotwendig. Darum soll den gefährdetsten und verletzlichsten aus der Region Arusha im vom CED mitfinanzierten Waisenhaus eine stabile, umfassende und liebevolle Versorgung bereitet werden. Das Haus bietet Platz für 40 Jungen und Mädchen, wobei– im Unterschied zu vielen anderen Heimen - auch HIV-positive Kinder aufgenommen werden. Die Auswahl übernimmt ein Programm der Diözese Arusha, die aus Einheimischen mit großem fachlichen Know-How und Engagement besteht, die besonders auch mit Lebensbedingungen, Kultur und den Menschen vertraut sind. Zwischen Aidswaisenkindern und anderen besonders gefährdeten Kindern zu unterscheiden, fällt nicht nur schwer, sondern ist auch nicht zweckmäßig. Die Diözese Arusha mit Erzbischof Josapaht L. Lebulu hat sich mit ihren vielen nachhaltigen und sozialen Projekten bereits große Anerkennung erworben.

Zukunftschancen für die Verletzlichsten

Im Kinderzentrum erfahren die Kinder Geborgenheit, Zuwendung, eine gute Gesundheitsversorgung, sowie Bildung. Nur so können die Kleinsten aufgefangen und ihnen ein späteres unabhängiges Leben mit guten Zukunftschancen ermöglicht werden. Die Krankenstation des Kinderzentrums Kisongo wird übrigens im Rahmen eines CED-Projekts von der „Trinity Pharmacy“ mit Medikamenten versorgt.

Für die letzten Fertigstellungsarbeiten, den Schulgarten und einen Spiel- und Sportplatz werden noch Spenden benötigt!

Bitte helfen Sie mit!

Trost und Zukunft für Aidswaisenkinder

August 2012: CED-Vorsitzende mit Sponsorin auf Projektbesuch in Tansania

Bei einer Projektreise im Juli konnten die CED-Vorsitzende Susanne Pechel und die Künstlerin Barbara Wolfart aus Kempten sich von Notwendigkeit und Effizienz des „Faraja“-Zentrums in Singida, Tansania, überzeugen. Im dem 2010 von Barbara Wolfart und dem CED finanzierten HIV/Aids-Zentrum „Faraja“ setzen sich engagierte Mitarbeiter und viele Freiwillige neben der Versorgung von Aidskranken, Präventionsaktionen und Schulungen auch für die Betreuung von Kindern aus von HIV/Aids betroffenen Familien und die Finanzierung ihrer Schulplätze ein.

Umso bewegender war das diesjährige Zusammentreffen mit den Menschen des Projekts für die Sponsorin, die nicht nur Geld, sondern auch viel Engagement, Herzblut und Vertrauen in die Arbeit des „Faraja-Zentrums“ investiert hat. Im Austausch mit den AIDS-Waisen und Beratern des Zentrums, die Aidskranke zu Hause versorgen, war eine große Anteilnahme und Verbundenheit auf beiden Seiten spürbar.

"Faraja" bedeutet auf Swahili "Trost". So möchte das "Faraja-Zentrum" ein Ort des Trostes sein, an dem eine starke Gemeinschaft gefördert wird, die mit HIV/Aids und seinen Folgen umgehen kann und die Menschen auffängt, die durch ihre HIV-Infektion Verzweiflung, gesellschaftlichen und familiären Ausschluss und einen einsamem Leidensweg erfahren. Die Hauptzielgruppen der Einrichtung, die die Stadt Singida und seine 16 anliegenden Bezirke versorgt, sind HIV/Aids-Infizierte und ihre Angehörigen, sowie Waisenkinder und Betreuer. Zum Angebot von "Faraja" gehören HIV-Tests mit Beratung, inklusive medizinischer Versorgung der Patienten und ihrer Familien, so wie Hausbesuche, Aufklärung und Sensibilisierung der Öffentlichkeit, Gemeinde und Familienangehörigen gegen eine Stigmatisierung der Infizierten, sowie die Schulung von Personal und Helfern.

Die Lebenserwartung in Tansania liegt bei ungefähr 57 Jahren (Weltbank 2010). Dieser niedrige Wert ist nicht zuletzt HIV/AIDS zuzuschreiben, das in den letzten 20 Jahren zu einer globalen Epidemie geworden ist. Besonders betroffen ist das Afrika südlich der Sahara, in dem über 70% der weltweit Infizierten leben. Die Krankheit ist besonders unter den Ärmsten sehr weit verbreitet; über die Hälfte der Infizierten sind Frauen und Mädchen. Grund ist die frühe Verheiratung an oft ältere Männer, sowie die vorherrschende Geschlechterungleichheit: Frauen haben meist wenig zu sagen, auch wenn es um Verhütung geht. Zudem tragen sexueller Missbrauch und Prostitution einen großen Anteil an der ansteigenden Zahl der Infizierten. Tansania ist mit 6% eines der Länder mit dem höchsten Anteil an HIV-Infizierten. In Singida, einer Stadt mit ca. 120.000 Einwohnern in der gleichnamigen Provinz Tansanias, ist HIV/AIDS ebenfalls ein zentrales Thema und ein wachsendes Problem. 

Die Anzahl der Hilfesuchenden wird täglich größer und die Schwestern und Helfer vor Ort tun alles, was möglich ist, um diesen Menschen zu helfen. „Faraja“ liegt eine umfassende Versorgung der Aidskranken und ihrer Familien am Herzen, genauso wie die Integration der Betroffenen in die Gesellschaft in ein so weit wie möglich „normales“ Leben. Hier ist ein erster Schritt die Schulbildung der Aidswaisen – ob krank oder gesund. In manchen Schulen Tansanias werden HIV-positive Kinder oder solche, deren Eltern infiziert oder an Aids gestorben sind, ausgeschlossen. Oft ist aber in erster Linie die Armut das ausschließende Kriterium: Viele der Schüler kommen aus sehr armen Familien, die keine Möglichkeiten haben, Geld für Schulgebühren aufzubringen.

Der CED hilft bei der Finanzierung von Schulplätzen für AIDS-Waisen. Helfen auch Sie mit!

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