Bittere Armut in Bulgarien
Bulgarien ist ein Land mit 7,1 Millionen Einwohnern und einer traumhaften Landschaft, die Jahr für Jahr unzählige Urlauber anzieht. In den großen Städten wie Sofia und Plovdiv beeindrucken imposante Bauwerke aus früheren Zeiten und eine Vielzahl orthodoxer Kirchen und Klöster, doch in vielen ländlichen Regionen herrscht große Armut.
Mangelnde Arbeit, hohe Lebenshaltungskosten und keine soziale Unterstützung führen viele Familien in große Not
Belozem, ein Dorf mit rund 4.000 Einwohnern, befindet sich in einer der ärmsten Gegenden Bulgariens, ca. 25 km von Plovdiv entfernt. Der Großteil der Bevölkerung lebt hier von der Landwirtschaft. Doch aufgrund der hohen Inflation, sehr niedriger Löhne und hoher Kosten für Wasser, Strom und Gas bleibt für viele Familien vom erwirtschafteten Einkommen kaum noch etwas zum Leben. Sie haben Hunger und leiden früher oder später an den Folgen von Mangel- und Fehlernährung.
Skrupellose Wirtschaftsinteressen verschärfen die Not - Kinder bleiben als Waisen und Halbwaisen zurück
Erschwerend kommt hinzu, dass in der Region über viele Jahre Uranminen abgebaut wurden. Das Resultat sind viele Krebserkrankungen und -todesfälle. Aus diesem Grund gibt es in der Region viele Waisen und Halbwaisen, die besonders stark unter der Not leiden. Ebenso betroffen sind Kinder aus sozial schwachen Familien sowie ältere Menschen, Kranke und Pflegebedürftige, die kein regelmäßiges Einkommen haben.
Um diesen Menschen zu helfen, haben die Kapuziner der Gemeinde St. Franziskus die Armenküche „St. Anton“ ins Leben gerufen.

