Millionenstädte Indiens: Boom und Elend liegen Tür an Tür

Alles, was das Wort Verelendung bedeutet, ist in diesen Millionenstädten grausame Realität. Gerade die Schwächsten der Gesellschaft können nicht aufgefangen werden. Neben Kindern, Behinderten und Kranken, sind es besonders ältere und schwache Menschen, die von ihren Familien verstoßen wurden oder keine Angehörigen mehr haben. Sie liegen krank und allein gelassen an den Straßenrändern und versuchen, sich durch Betteln am Leben zu erhalten oder in Müllhaufen nach Essensresten zu suchen. Oft sterben sie einsam und völlig unbeachtet auf den Straßen. 

Alte Menschen finden Obdach und ihren Platz in den „St. Joseph's Homes"

In den Armenhäusern „St. Joseph's Home" der „Kleinen Schwestern der Armen“ finden diese Menschen Zuflucht und einen Platz, um würdevoll und versorgt alt zu werden. Der CED hilft bei Aufbau, Instandhaltung und Unterhalt der Häuser.

Instandhaltungsmaßnahmen im Armenhaus von Kalkutta

In unterschiedlichen Städten Indiens, hat der CED seit 1992 Armenhäuser mit den Little Sisters of the Poor aufgebaut, um alten und obdachlosen Menschen von den Straßen und Slums ein Zuhause zu schenken. Das erste Armenhaus wurde in den 90iger Jahren in Kalkutta wiederaufgebaut. Seither hilft der CED alljährlich bei den Instandhaltungsmaßnahmen des Gebäudes, in dem rund 130 Arme leben und ein Zuhause gefunden haben.

Zweiter Armenhausaufbau in Chennai

Chennai (früher Madras), die Hauptstadt des indischen Bundesstaates Tamil Nadu, liegt im Osten der Südspitze des Landes, direkt am Indischen Ozean. Kalkutta im Bundesstaat Westbengalen ist etwa eine Tagesreise entfernt an der Ostgrenze zu Bangladesch. Auch in Chennai hat der CED mit den Kleinen Schwestern der Armen ein Armenhaus aufbauen können in dem heute über 100 Arme einen friedlichen Lebensabend verbringen können.

Dritter Armenhausaufbau in Mangalore

Die Little Sisters of the Poor unterhalten auch in Mangalore, an der Südwestküste Indiens, ein Haus für alte arme Menschen. Die Stadt legte eine neue Autobahn direkt am Gebäude vorbei, so dass ein Teil des Grundstücks der Schwestern an den Staat abgetreten werden. Die neue beengte Lage des Hauses bot wenig Sicherheit für die Heimbewohner und der Lärm des bald Tag und Nacht fließenden Verkehrs sowie die Abgase der Autos gefährdeten die Gesundheit der Bewohner. Da das bisherige Haus, das seit 1985 betrieben wird, zudem höchst baufällig ist, stellte die Diözese ein Gelände zur Verfügung auf dem die Schwestern ein neues Armenhaus aufbauen konnten. Der CED unterstützte die Bauarbeiten die im März 2017 fertiggestellt und das Armenhaus wieder mehr als 100 obdachlosen älteren Menschen ein Zuhause schenken konnte.

Vierter Armenhausaufbau in Mumbai

Seit 2020 unterstützt der CED den Aufbau des Armenhauses in der Millionenstadt Mumbai. Die Bauarbeiten sind durch die COVID-19-Pandemie sehr verlangsamt worden, schreiten aber weiter voran, um möglichst bald vielen bedürftigen älteren Menschen dort ein Zuhause schenken zu können.


Bitte helfen Sie mit

Das Voranschreiten der Bauarbeiten so wie die Fertigstellung ist von Spenden abhängig. Nach Fertistellung soll auch dieses Armenhaus rund 120 Menschen von den Straßen Indiens Schutz, Nahrung und Versorgung bieten können. Derzeit betreuen die Schwestern nur eine kleinere Zahl an Bedürftigen, da sie ihre Schützlinge in anderen Heimen temporär unterbringen mussten, um die Bauarbeiten durchführen zu können. Nur ein kleiner Teil an Heimbewohnern kann derzeit mit den Schwestern im baufälligen Altbau leben. Sie schauen der Fertigstellung des neuen Armenhauses sehnsüchtig entgegen, um aus den einsturzgefährdeten Gemäuern endlich in ein sicheres Zuhause ziehen zu können.

 

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