Der CED hat die Armenküche in Belozem während 15 Jahren unterstützt, um die Lebensbedingungen der Armen und Schutzlosen durch eine gesunde regelmäßige Ernähung zu verbessern. Durch den engagierten Einsatz der Kapuziner zog das Projekt weitere Kreise und konnte immer mehr Menschen vor Ort für die Unterstützung der Armenküche gewinnen.
Im Jahr 2001 wurde die Armenküche „St. Anton" in Belozem ins Leben gerufen. Belozem befindet sich in einer der ärmsten Gegenden Bulgariens, ca. 25 km von Plovdiv entfernt. Der Großteil der Bevölkerung lebte im Projektzeitraum von der Landwirtschaft. Doch aufgrund der hohen Inflation, sehr niedriger Löhne und hoher Kosten für Wasser, Strom und Gas blieb für viele Familien vom erwirtschafteten Einkommen kaum etwas zum Leben. Sie hatten Hunger und litten früher oder später an den Folgen von Mangel- und Fehlernährung.
Erschwerend kam hinzu, dass in der Region über viele Jahre Uranminen abgebaut wurden, was zu vielen Krebserkrankungen und Todesfällen geführt hat. Aus diesem Grund gab es in der Region viele Waisen und Halbwaisen, die besonders stark unter der Not litten. Ebenso betroffen waren Kinder aus sozial schwachen Familien sowie ältere Menschen, Kranke und Pflegebedürftige, die kein regelmäßiges Einkommen hatten.
Der CED unterstützte die Kapuziner, damit zuerst ältere und kranke Menschen versorgt werden konnten. Wenig später bekamen auch Kinder täglich eine warme Mahlzeit, denn eine Schulspeisung wurde in den staatlichen Schulen erst ab 2012 eingeführt. Bis dahin erhielten Kinder aus sehr armen Familien, oftmals Halb- und Vollwaisen, die bei den Großeltern wohnten, eine tägliche Grundverpflegung. Seit 2006 setzten sich Bruder Gregor und Bruder Christoph mit viel Engagement und Herzblut für die Menschen in dieser bitterarmen Region ein. Vor allem auch die Kinder, die oft ohne jegliche Zukunftsperspektiven aufwuchsen, lagen ihnen am Herzen. Neben der Versorgung mit einer warmen Mahlzeit boten die Brüder mit Basteln, Weihnachtskonzerten, Sommerlagern mit großem Erfolg Aktivitäten für die Freizeit an.
Über die Jahre hinweg konnten sie so den sozialen Zusammenhalt in Belozem stärken. Hier konnten Bruder Gregor und seine Mitbrüder in dem ehemals sozialistischen Land, in dem jeder nur für sich schaute, erstaunliche Fortschritte erkennen: Jugendliche brachten den Älteren das Essen, etwas Bessergestellte organisierten auf dem Dorffest Aktionen, Aufführungen, Konzerte und Tombolas zu Gunsten der Armenküche. Eine echte Dorfgemeinschaft war entstanden, in der sich vom täglich vollen Teller über seinen Rand hinaus die Lebensqualität im Dorf verbessert hatte.
VIELEN DANK für Ihre Unterstützung!